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Ein Montagstelefon für die Sorgen ländlicher Familie.
Was ist zu tun, wenn die Probleme über den Kopf wachsen? Wenn es in der Partnerschaft kriselt? Wenn Menschen vereinsamen? Wenn in der Landwirtschaft die nächste Generation den Betrieb nicht übernehmen will? Wenn in einer Familie Alkohol zum Problem wird?
Zusammenleben im Mehrgenerationenverband ist nicht so leicht und selbstverständlich, zumal auf dem Land, wo jeder jeden kennt und die Scham, sich bei Sorgen und Konflikten an „fremde Leute“ zu wenden, besonders groß ist.
In vielen Bundesländern sind seit einigen Jahrzehnten Sorgentelefone eingerichtet worden, die sich speziell mit den Problemlagen und Krisensituationen in der ländlichen Bevölkerung befassen. Kommunale und kirchliche Einrichtungen der telefonischer Seelsorge gibt es auch in Bayern. Sie sind in den einzelnen Regionen unterschiedlich dicht verteilt. Gerade in unserer Region wird vergleichsweise wenig angeboten.
Die Familienerholungs- und Tagungsstätte Sulzbürg plant daher für das nächste Jahr die Einrichtung eines Sorgentelefons, wo anonym und vertrauensvoll um Rat nachgesucht werden kann. Sie trägt den Namen „Montagstelefon“, denn Reibungen und Konflikte ergeben sich erfahrungsgemäß vor allem an Wochenenden, so dass der Beratungsbedarf an Montagen besonders groß ist. Das „Montagstelefon“ ist eine ökumenisch orientierte Einrichtung.
Am Telefon werden ehrenamtliche und zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtete Frauen und Männer sitzen, die für ihre Aufgabe als kompetente Gesprächspartner besonders ausgebildet werden. Die Fähigkeit, allen Anrufern wohlwollend und vorurteilsfrei zuzuhören, einfühlsam nachzufragen, zuverlässig Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, das Wissen über andere Einrichtungen, an die Ratsuchende weiterverwiesen werden können, - all dies erfordert auch eine entsprechende Ausbildung.
Das „Montagstelefon“ sucht daher Menschen, Männer und Frauen, die ehrenamtlich mitarbeiten und sich dafür qualifizieren möchten. Geplant sind neun Wochenendseminare im Lauf des Jahres 2008, das erste im Februar. Nach erfolgreicher Ausbildung ist für die eigentliche Beratungstätigkeit etwa ein Tag pro Monat anzusetzen. Hinzu kommt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch in der Gruppe.
Als Voraussetzung sollten Sie Zeit und Interesse für die Ausbildung, die Beratungstätigkeit und Gruppengespräche mitbringen. Sie sollen mit den Besonderheiten des Landlebens vertraut sein, zum Beispiel weil Sie selbst lange Zeit auf dem Land wohn(t)en. Sie sollen auch bereit sein, sich mit den eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Ängsten auseinandersetzen, um Ihre Belastbarkeit bei der Telefonarbeit zu erhöhen.
Interessiert Sie diese ehrenamtliche Mitarbeit? Möchten Sie Montagstelefon-Berater/in werden? Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen bis zum 17. Dezember 2007 an die Familienerholungs- und Tagungsstätte Sulzbürg, z.Hd. Frau Diakonin Anneliese Weidinger, Schlossberg 17, 92360 Sulzbuerg-Mühlhausen, Tel. 09185/9228-0 oder E-Mail: a.weidinger@sulzbuerg.com
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